Für Insolvenzverwalter
Geschäftsdaten als Erlös für die Masse.
Bayeset kauft eine Kopie von Angeboten, Projektakten und geschäftlichen E-Mails der Schuldnerin, ersetzt Namen durch Kürzel und bereitet die Daten für die Entwicklung von KI auf.
Daten aus einem laufenden Unternehmen? Auch die kaufen wir.
- Fester Kaufpreis Schriftlich hergeleitet, zahlbar nur auf das Massekonto.
- Export auf unsere Kosten Ein IT-Dienstleister Ihrer Wahl exportiert; Zugang zu Ihren Systemen erhalten wir nicht.
- Ihr Schlüssel bis zur Zahlung Den Großteil der Daten können wir erst lesen, wenn der Kaufpreis eingegangen ist.
- Ausstieg jederzeit Bis zu Ihrer Freigabe der Stichprobe, ohne Kosten.
Beispiel
Aus Namen werden Kürzel.
Der Zusammenhang bleibt.
Auch Firmen und Kontaktdaten werden zu Kürzeln. Weitere Angaben, über die jemand erkennbar wäre, entfernen oder vergröbern wir, wie hier Datum und Ort.
Anfrage Tragwerksplanung
Sehr geehrte Frau Musterfrau,
für den Anbau an unsere Lagerhalle in Freising, 24 × 40 m, bitten wir um ein Angebot für die Tragwerksplanung. Die alte Statik liegt uns leider nicht vor.
Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann
Mustermann Logistik GmbH
Anfrage Tragwerksplanung
Sehr geehrte Frau P-07,
für den Anbau an unsere Lagerhalle in Oberbayern, 24 × 40 m, bitten wir um ein Angebot für die Tragwerksplanung. Die alte Statik liegt uns leider nicht vor.
Mit freundlichen Grüßen
P-12
K-0412
Weil K-0412 in jedem Dokument für dieselbe Firma steht, lässt sich der Vorgang von der Anfrage bis zur Rechnung verfolgen.
Ein fester Kaufpreis für die Masse.
Wir suchen vollständige Geschäftsvorgänge in deutscher Sprache, von der Anfrage bis zum Ergebnis. Öffentlich zugänglich sind sie nicht; sie liegen in Akten wie denen der Schuldnerin.
- Für jede Masse dieselbe Formel Wir leiten den Preis schriftlich aus Umfang, Zeitraum, Vollständigkeit und Art der Daten her. So können Sie Preis und Verwertung gegenüber Gläubigern und Gericht begründen.
- Geschuldet auch ohne Abnehmer Ab Ihrer Freigabe der Stichprobe, unabhängig davon, ob wir die Daten weiterverkaufen.
- Eine Zahlung, nur auf das Massekonto Danach können Sie das Verfahren abschließen, ohne auf uns zu warten.
- Keine Kosten für die Masse Uns bezahlen die Abnehmer der Daten.
Im Ratgeber, mit Quellen:
Erst der Vertrag, dann die Daten.
Gespräch und Unterlagen
Sie schreiben uns kurz, wir rufen Sie zurück. In etwa 30 Minuten klären wir Systeme, Zeiträume und Abschalttermine, ohne Inhalte zu sehen. Kommt der Bestand infrage, erhalten Sie für Ihre Akte Bestandsbeschreibung, Preisherleitung, Ausschlussliste, Datenschutzkonzept und Vertragsentwurf.
Vertrag und Export
Nach Vertragsschluss exportiert ein IT-Dienstleister Ihrer Wahl die vereinbarten Daten auf unsere Kosten, verschlüsselt in zwei Teilen: eine kleine Stichprobe und den übrigen Bestand. Beide Schlüssel verwahren Sie.
Stichprobe und Freigabe
Wir erhalten zunächst nur den Schlüssel zur Stichprobe, bereiten sie auf und legen sie Ihnen vor. Interessenten sehen sie erst nach Ihrer Freigabe, nur zur Prüfung und mit Löschpflicht.
Zahlung, dann Schlüssel
Kurz nach Ihrer Freigabe zahlen wir den Kaufpreis; die Frist steht im Vertrag. Den Schlüssel zum übrigen Bestand geben Sie erst nach Zahlungseingang auf dem Massekonto heraus.
So begrenzen wir Ihr Risiko.
- Keine Ansprüche von uns gegen Sie persönlich Wir kaufen, wie in der Insolvenz üblich, unter Ausschluss jeder Gewährleistung für Sach- und Rechtsmängel. Halten können wir uns nur an die Masse.
- Datenschutz vor der Übergabe geregelt Rollen und Rechtsgrundlage nach der DSGVO halten wir schriftlich fest; der Kaufvertrag allein ist keine solche Rechtsgrundlage. Ob die Rechtsgrundlage trägt, beurteilen Sie; rechtlich beraten wir nicht.
- Keine Rohdaten an Abnehmer Abnehmer erhalten nur pseudonymisierte Daten, nie die Zuordnung der Kürzel. Pseudonymisierte Daten bleiben personenbezogene Daten; so behandeln wir sie auch. Rohdaten aus einmaligen Käufen löschen wir nach der Aufbereitung; wie lange wir die Zuordnung aufbewahren, regelt der Vertrag.
- Ausstieg ohne Kosten Bis zu Ihrer Freigabe jederzeit; zahlen wir nicht fristgerecht, können Sie zurücktreten. In beiden Fällen löschen wir alle erhaltenen Daten, auch den verschlüsselten übrigen Bestand, und bestätigen das schriftlich. Interessenten, die die Stichprobe schon geprüft haben, müssen sie ebenfalls löschen.
- Keine öffentliche Nennung Das Verfahren, die Schuldnerin und Sie nennen wir ohne Ihre schriftliche Zustimmung nicht öffentlich, auch nicht als Referenz.
Für Unternehmen:
auch ohne Insolvenz.
Wir kaufen auch Daten von Unternehmen, die ihren Betrieb fortführen oder einstellen; uns bezahlen dabei nur die Abnehmer der Daten.
- Einmalige Lieferung Für einen abgeschlossenen Bestand zahlen wir einen festen Kaufpreis.
- Laufende Lieferung Für Daten, die in Ihrem Betrieb neu entstehen, erhalten Sie einen Anteil an jedem Weiterverkauf.
- Dieselben Grundsätze Erst der Vertrag, dann ein verschlüsselter Export ohne Zugang zu Ihren Systemen. Datenschutz, Ausschlüsse und die Freigabe einer Stichprobe regeln wir wie beim Kauf aus der Insolvenz.
Fragen und Antworten
Was Gesetz, Gerichte und Aufsichtsbehörden zu Geschäftsdaten in der Insolvenz sagen, fasst unser Ratgeber mit Quellen zusammen.
Was kann ich dem Gläubigerausschuss vorlegen?
Die Unterlagen aus Schritt 1; sie eignen sich auch für Ihren Bericht und die Gläubigerversammlung. Ob eine Zustimmung nötig ist, etwa nach § 160 InsO, beurteilen Sie.
Bleibt ein Verkauf des Geschäftsbetriebs möglich?
Ja. Sie verkaufen uns eine Kopie; die Originale bleiben in der Masse. Daten, die ein Erwerber allein nutzen soll, können Sie ausschließen.
Der Kauf ist exklusiv: Weitere Kopien verkaufen Sie nicht an andere Datenkäufer. Einen Erwerber des Geschäftsbetriebs bindet das nicht.
Welche Daten übernimmt Bayeset nicht?
- Personalakten, Bewerbungen, Lohn- und Gehaltsdaten
- Gesundheitsdaten und andere besonders geschützte Daten
- private E-Mails und Chats von Beschäftigten
- Akten von Berufsgeheimnisträgern wie Ärzten oder Anwälten
- Unterlagen, an denen Dritte Rechte haben, etwa Pläne von Kunden, Handbücher von Herstellern, fremder Quellcode oder vertraulich überlassene Unterlagen
Arbeitszeiten nur als Summe je Auftrag. Weiteres können Sie ausschließen, etwa Unterlagen zu laufenden Anfechtungs- oder Haftungsverfahren; was trotzdem ankommt, löschen wir, ohne es aufzubereiten.
Wer erhält die aufbereiteten Daten?
Unternehmen, die KI entwickeln oder prüfen, und deren Datenanbieter; dieselben Daten können an mehrere gehen. Jeder Abnehmer und Interessent verpflichtet sich, die Daten nur zum vereinbarten Zweck zu nutzen und nicht zu versuchen, Personen oder Firmen hinter den Kürzeln zu identifizieren. Weitergeben darf ein Abnehmer sie nur, wenn Ihr Vertrag mit uns das erlaubt, und nur unter denselben Pflichten.
Empfänger außerhalb des EWR erhalten Daten nur auf einer Grundlage nach Kapitel V der DSGVO, etwa Standardvertragsklauseln.
Gibt es Provisionen oder andere Vorteile für Beteiligte?
Nein. Verwalter, Sachwalter, Mitglieder des Gläubigerausschusses, Geschäftsleitung, Kanzleimitarbeiter und Vermittler erhalten weder Provisionen noch sonstige Vorteile. Ob wir mit der Schuldnerin, ihren Gesellschaftern oder ihrer Geschäftsleitung verbunden sind, legen wir schriftlich offen. Andere Angebote können Sie vor Vertragsschluss einholen.
Was gilt in der Eigenverwaltung und im Eröffnungsverfahren?
Eigenverwaltung: Die Schuldnerin schließt den Vertrag, der Sachwalter erhält dieselben Unterlagen. Ob er oder die Gläubiger zustimmen müssen, beurteilen Geschäftsleitung und Sachwalter.
Eröffnungsverfahren: Über die Sicherung der Daten können wir schon sprechen. Ob und wann ein Verkauf möglich ist, entscheidet sich im Verfahren.
Mit wem schließe ich den Vertrag?
Mit Florian Findeis persönlich. Auf eine spätere Gesellschaft geht Ihr Vertrag nur mit Ihrer Zustimmung über. Verbindlich ist erst der unterschriebene Vertrag, nicht diese Seite.
Gibt es solche Verkäufe schon?
In den USA erhielt Google im August 2026 im Chapter-11-Verfahren einer Fluggesellschaft den Zuschlag für deren Geschäftsdaten; die Genehmigung des Gerichts stand am 15. Oktober 2026 noch aus.
Über Bayeset
Wir machen aus Geschäftsdaten einen Erlös und schützen die Menschen, die darin vorkommen.
Bayeset kauft Kopien von Geschäftsdaten britischer und deutscher Unternehmen, auch aus Insolvenzverfahren, und bereitet sie für KI-Entwickler auf. Wir sitzen in München.
Hinter Bayeset steht Florian Findeis. Er war dreieinhalb Jahre bei Tacto, einem Unternehmen, das KI für den industriellen Einkauf entwickelt, zuletzt als Head of Strategy & Operations. Sie sprechen immer mit ihm; er unterschreibt auch den Vertrag.
Schreiben Sie uns, am besten bevor die Systeme abgeschaltet werden.
Ein, zwei Sätze zum Verfahren genügen; wir rufen Sie zurück. Auch Daten, die nur noch in Archiven oder Datensicherungen liegen, kommen infrage. Das erste Gespräch ist unverbindlich und kostet die Masse nichts.
Bitte schicken Sie keine Daten oder Zugangsdaten per E-Mail; Daten übernehmen wir erst nach Vertragsschluss auf dem vereinbarten Weg. Kommt Ihnen eine Anfrage in unserem Namen ungewöhnlich vor, rufen Sie diese Nummer an.
Steht Ihr Name in den Unterlagen eines Unternehmens?
Wenn wir solche Unterlagen kaufen, geben wir sie aufbereitet an Unternehmen weiter, die KI entwickeln oder prüfen, und an deren Datenanbieter.
- Vorher ersetzen wir Namen und Kontaktdaten durch Kürzel und entfernen oder vergröbern Angaben, über die Sie erkennbar wären.
- Auch die aufbereiteten Unterlagen behandeln wir als personenbezogene Daten. Wer sie erhält, darf nicht versuchen, Sie zu identifizieren.
- Personalakten, Gesundheitsdaten sowie private E-Mails und Chats von Beschäftigten übernehmen wir nicht.
Ihre Rechte nach der DSGVO, etwa auf Auskunft, Löschung und Widerspruch, können Sie bei uns unter kontakt@bayeset.com geltend machen.